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#Theologie und #Quantentheorie

Quantenphysik und Theologie - warum sollte man sich als Theologe mit dieser Frage beschäftigen?
Der Diskurs mit den Naturwissenschaften ist nur von relativ wenigen Theologen favorisiert worden; allen voran sind Günther Heim und Wolfhardt Pannenberg zu nennen.
Gleichzeitig werden in naivster Weise Schöpfungsgeschichten der Bibel als stimmige Realität angesehen; nur wenig findet sich die Reflexion, daß man es hier mit Berichten, Erzählungen, Poesie zu tun hat und der Anthropozentrismus damals vor 2000 Jahren wohl lebensnotwendig war. Zu verstehen ist das gut - zeigt doch die moderne Kosmologie, dass offenbar das Universum oder auch unser Multiversum nur wenig Interesse an uns zu haben scheint.
Ganz sicher ist der mögliche Diskurs nicht missionarisch zu führen. Es kann seitens der Theologie nicht darum gehen, die Wissenschaft von Glaubensinhalten zu überzeugen. Der Glaube ist ein freier Akt der Vernunft, Deshalb zeichnen sich für mich folgende Ebenen eines Diskurses ab:
1) Die Rolle des Bewusstseins in der Erkenntnis von Naturzusammenhängen ist neu zu bewerten. Das "messende" Bewusstsein konstituiert die Welt wie den Glauben. Multiversum, Schöpfung und gläubiges Subjekt fallen im Bewusstseinsakt zusammen.
2) Die Quantentheorie stellt die Frage nach der Identität in einem neuen Licht. Erlischt mit dem Bewusstsein im Tod die Welt oder werden neue Identitäten geschlossen?
3) Der Gödelsche Gottesbeweis ist aus der Perspektive der Quantentheorie in einem neuen Kontext zu bewerten. Er beweist Gott ja nicht im ontologischen Sinne, dass ein Gott physisch ist, sondern beweist, dass es logisch ist, von der Vernunft her auf Gott zu schließen.

Nicht zuletzt geht es darum, der Vereinnahmung der Quantentheorie durch die Esoterik entgegen zu wirken.

Die Überlegungen hierzu werden hier im Laufe der Zeit weiter ausgeführt.

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